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Aktuelles



Presseinformation vom 13.07.2010

Krankenversicherung benötigt Strukturveränderung

Unternehmensverband Unterelbe-Westküste enttäuscht über Beschlüsse zur Gesundheitsreform

Die von der schwarz-gelben Koalition beschlossenen Maßnahmen zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung sind aus Sicht des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste überaus enttäuschend. Die geplante Erhöhung des Arbeitgeberbeitrages widerspricht nicht nur dem Koalitionsvertrag, sondern auch den jüngsten Zusagen der Parteien, die Arbeitskosten nicht weiter zu erhöhen. Geschäftsführer Rainer Bruns: „Die Anhebung des Beitragssatzes für Arbeitgeber auf 7,3 % verteuert die Arbeitskosten um mehr als 2 Milliarden Euro und gefährdet die Fortsetzung der derzeitigen wirtschaftlichen Erholung."

Der Unternehmensverband fordert nachdrücklich die notwendige und von der Koalition immer wieder angekündigte weitere Entkopplung der Arbeitskosten von den Löhnen und Gehältern. Geschäftsführer Rainer Bruns: „Durch die kräftige Anhebung des Beitragssatzes von 14,9 auf 15,5 % nimmt die Bindung dieser Kosten an das Arbeitsverhältnis sogar erheblich zu."

Der Unternehmensverband begrüßt grundsätzlich die Weiterentwicklung des Zusatzbeitrages und die künftige Festschreibung des Arbeitgeberanteils. Allerdings ist nicht zu akzeptieren, dass der Arbeitgeberanteil auf einem erhöhten Niveau festgeschrieben wird.

Die jetzt beschlossenen Maßnahmen sind aus Sicht des Verbandes Flickwerk und verringern nur kurzfristig den Ausgabenanstieg in der gesetzlichen Krankenversicherung. Nachdrücklich fordert der Unternehmensverband Unterelbe-Westküste, dass die Politik endlich den Mut aufbringt, die für eine dauerhafte Ausgabenbegrenzung notwendigen Strukturveränderungen zu beschließen. Geschäftsführer Rainer Bruns: „ Die jetzt gefassten Beschlüsse sind nicht der richtige Weg. In spätestens zwei Jahren hat die gesetzliche Krankenversicherung wieder große finanzielle Probleme."

Elbtunnel – notwendiger denn je

Wenn es eines Beweises bedurft hätte, dass die A 20 mit fester Unterelbequerung für Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen unverzichtbar ist, dann haben es die vergangenen Wochen nachdrücklich gezeigt. Mit Beginn der Ferienzeit staut sich der Verkehr nicht nur am Hamburger Elbtunnel kilometerweit, sondern auch an der Elbfähre in Glückstadt bzw. Wischhafen müssen stundenlange Wartezeiten in Kauf genommen werden.

Aktuelle Termine des Unternehmensverbandes

27.09.2010 11:30 Uhr
BDA, Berlin
Vorstandssitzung